"Niemand weiß, was in einem steckt, solange er nicht versucht hat, es heraus zu holen."

Ernest Hemingway

Besuch des Konzentrationslagers Bergen-Belsen
Jahrang 10
Geschrieben von Anna Marschuk


Unsere Anreise nach Bergen Belsen dauerte 3 Stunden. Wir mussten 2 Mal umsteigen. Um 13.00 Uhr waren wir schon im Anne Frank Haus in Oldau. Da gab es zwei Gebäude: Eines für Mädchen und eines für Jungs. Nach dem Mittagsessen sammelten wir uns in einer kleinen Halle. Dort hat Gesa auf uns gewartet, die uns viele Infos zum Thema Nationalsozialismus erzählte. In Gruppen sollten wir dann auf einem Plakat aufschreiben, was ir schon über die Nazis und die Konzentrationslager wissen. Dann haben wir einen kurzen Film über Anne Frank und ihre Familie geguckt. Anne Frank zog mit ihrer Familie von Deutschland nach Amsterdam um, als die Nazis in Deutschland Macht ergriffen. Aber später wurde Holland von Hitler erobert. Sie mussten sich in einem Haus verstecken. Sie versteckten sich da 2 Jahre, aber wurden trotzdem erwischt. Das alles hat nur Annes Vater überlebt. Er hat Annes Tagebuch gefunden und hat es veröffentlicht. Anne wurde in Bergen Belsen von den Nazis umgebracht.

Am zweiten Tag sind wir morgens ins KZ Bergen Belsen gefahren. Zuerst waren wir bei einem Wagon, mit dem die Juden und andere Häftlinge nach Bergen Belsen transportiert wurden. Im Wagon fingen die Menschen zu sterben an, denn in einem Wagon wurden ungefähr 150 Menschen transportiert. Die Fahrt dauerte bis zu zwei Wochen. Im Wagon gab es keine Fenster, nur Enge und Dunkelheit. Die Häftlinge durften nur zweimal pro Woche raus, um auf Toilette zu gehen. Die Häftlinge bekamen nur einmal pro Wochen etwas zu essen. Da waren Männer, Frauen, Kinder, alte und kranke Menschen. Die Leute starben wegen Krankheiten, Hunger und Durst. Der Wagon war der Anfang der Hölle.


Danach besuchten wir das KZ. Da gab es nicht mehr die Gebäude von früher, sondern man konnte nur noch Fundamente erkennen. Zunächst waren wir bei einem Fundament, wo früher eine Desinfektionsdusche war in der Juden, wenn sie im KZ ankamen, duschen mussten. Sie mussten sich vor dem Gebäude ausziehen und standen nackt draußen, egal ob es Sommer oder Winter war. Dann gingen wir dahin, wo früher ein Schwimmbad war und die SS-Soldaten schwimmen gehen konnten. Die SS-Soldaten hatten alles: Ein eigenes Haus, Schwimmbad, Sauna, Kino und ein Casino. Die SS-Soldaten haben die Juden und anderen Gefangenen im KZ bewacht. Die Gefangenen hatten nichts: Kein eigenes Bett und nie genug zu essen. Die SS-Soldaten lebten gut neben dem KZ, in dem tausende Menschen starben. Danach gingen wir zu dem Platz, wo die Baracken standen in denen die Häftlinge gelebt haben. Es gab im KZ nur zwei Baracken aus Ziegelstein, alle anderen waren aus Holz. Eine Baracke war die Nummer 10. In dieser befanden sich mehr als 1000 Juden. Es gab pro Baracke ein Barackenchenchef, der das Essen für alle vom Gemüselager holen sollte. Wenn der Mensch krank oder gestorben war, dann bekamen die Menschen aus der Baracke kein Essen mehr. Die Menschen starben dann wegen Hunger.


Später gingen wir zu den Massengräbern. Es gibt in Bergen Belsen 13 Massengräber, in denen befinden sich 500 bis 5000 Tote. Neben den Massengräbern gibt es dort ein Denkmal, wo verschiedene Aussagen zu Ehren der Toten auf verschiedenen Sprachen geschrieben stehen. Schließlich gingen wir in die Gedenkstätte. Die Gedenkstätte ist ein Museum über das KZ. Dort gibt es verschiedene Dinge, welche die Häftlinge damals benutzt haben. Außerdem gab es überall Bildschirme mit verschiedenen Interviews der Menschen, die das Konzentrationslager überlebt haben. In einem kleinen Kinosaal wurden verschiedene Videos gezeigt, die damals gefilmt wurden. Man konnte die Häftlinge von damals sehen: Die Juden sahen wie Skelette aus - nur Knochen und Haut. Außerdem hat man schreckliche Bilder von den Toten Menschen gesehen und wie sie die Massengräber geschmissen wurden. Einige wurden sogar von einem Bulldozer rein geschoben. Ohne Würde.

Im Museum gab es auch viele Fotos, Dokumente und Kleidung, die Juden und Soldaten getragen hatten. Um 17:00 Uhr waren wir wieder in unserer Herberge. Da haben wir über das geredet, was wir gesehen haben. In der Mitte lagen Steine und die Blätter mit Namen der Stellen, welche wir besucht haben. Jeder sollte ein Stein auf eine Stelle legen, die er am krassesten fand. Danach hatten wir Abendessen und unsere Freizeit.




Geschrieben von Anna Marschuk, Klasse 10B, Karlschule Hamm im Februar 2017

My trip to Bergen-Belsen
Jahrang 10
Geschrieben von Georgi Tsvetkov, 10T
The first day of our trip was so exciting. I woke up at 6:30 am and went to the bathroom and brushed my teeth. Then I got dressed and packed my luggage. We had to be at the train station at 8:15 am. At that time almost everybody was there. The train was supposed to arrive at 9:10 am. When the train arrived we all got onto it and the train left.

At 1:00 pm we arrived at the place where we were going to spend three days. First we had lunch and then a few minutes break.

At 3:00 pm we had to go to a room where we were going to perform a variety of tasks. We were all tired from the journey but we had to do those tasks. Once completed we had a dinner and went to bed. I was so tired.

The other two days were again strained. We went to a place where we saw how the Jewish inmates lived. We saw the mass graves of people who lost their lives in this place - that was creepy. We also visited a building in which we saw a lot of interesting things about these people. It was very interesting but also very cold.

The trip was very exiting for me and I learned a lot of interesting things about the history of Germany. I encourage everyone who has the opportunity to visit such historical sites.

Geschrieben von Georgi Tsvetkov, Klasse 10T, Karlschule Hamm im Februar 2017

Virtueller Rundgang durch die Karlschule

Der "Virtuelle Rundgang" wurde im Rahmen eines unterrichtsbegleitenden Fachprojektes von Julian Niggemann (Klasse 10), Julian Rheinhard (Klasse 10), Norman Kaplan (Klasse 10) und und Herrn Dieter Lohmann (Lehrer und Systembetreuer) produziert.

Die Außenbilder wurden mit einem Farbvarianzfilter nachbearbeitet. Sämtliche Bilder beinhalten eine Imagemap (blauer Kreis) für die Benutzersteuerung der Screenshow.


Impressionen von der Karlschule


Vor den Weihnachtsferien besuchte uns Herr Kamyar Doroodyan, Vater einer Schülerin und ehemaliger Kreativdirektor beim iranischen Fernsehen an der Karlschule. Einige seiner Werke - "Impressionen von der Karlschule" sind oben dargestellt. Durch ein Klicken auf die Vorschaubilder, gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht.





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